Juist Blog
Inselbahnhof-Begrüßung-Juist-Erinnerung

Deine schönste Juist-Geschichte – wir schwelgen in Erinnerungen

Anette Cruel aus Düsseldorf teilt mit uns diese wunderschöne Juist Erinnerung und erzählt, dass gemeinsame Erinnerungen heute noch verbinden. 

Seit 1957 habe ich mit meinen Eltern und meinem Bruder Urlaub auf Juist gemacht. Ab 1958 waren wir „Im Glückswinkel“, Inhaberin war Hulda Lüpkes, ihre rechte Hand hieß Schwanette Janßen, von uns Kindern nur Tante Netty genannt.

Luftbildaufnahme von Juist aus  dem Jahr 1960 eingebettet von https://digit.wdr.de/

Jedes Jahr traf sich die „Juist-Familie“

Es war eine Pension ohne heißes Wasser, eine Toilette auf dem Flur, keine Dusche.

In dem Terrassenraum wurde gefrühstückt und es gab abends selbst gefertigtes Abendbrot und es wurde gespielt. Jedes Jahr in den Sommerferien trafen sich dort dieselben Familien mit ihren Kindern aus Wuppertal, Solingen und, wie wir, aus Lemgo bei Bielefeld. Über Jahre haben wir dort eine wunderschöne Zeit verbracht bis wir uns als Teenager anders orientiert haben.

Alte neue Freunde 

Vor zehn Jahren kontaktierte mich über soziale Medien eine Frau aus Wuppertal und fragte, ob ich zu den o.a. Stammgästen gehörte. Kurz gefasst: Wir haben unsere gemeinsamen Jugenderinnerungen von Juist ausgetauscht, uns vor sieben Jahren auf Juist, wo wir beide immer noch jedes Jahr hinfahren, wiedergetroffen. Danach habe ich mittlerweile in Düsseldorf wohnhaft, sie in Wuppertal zusammen mit meiner damals 90-jährigen Mutter besucht. Das war ein Wiedersehen! Die beiden Mutter kramten alle Erinnerungen heraus, dabei behilflich waren unendliche viele alte Fotoalben!

Wir „jungen“ hatten uns auch eine Menge zu erzählen.

Leider ist diese alte und neue Freundin vor einigen Jahren, ebenso wie unsere beiden Mütter, gestorben.

Gemeinsame Erinnerungen verbinden

Inzwischen habe ich über die Facebook Gruppe „Juist wie es früher war“ Kontakt zu einer anderen Frau, die ebenfalls ihre Jugendurlaube  „Im Glückswinkel“ verbracht hat.

Wir hoffen jetzt beide, dass wir uns bald auf unserer Lieblingsinsel Juist wiedersehen werden…

Juist_Thalasso_Spaziergang

 

Mit Sicherheit hast du eine ganz besondere „Juist-Geschichte“

Vielleicht ist sie schon geschrieben oder du nimmst dir jetzt die Zeit, sie niederzuschreiben. In erster Linie für dich und, wenn du magst, auch für alle anderen Juist Liebhaber*innen. Deine Geschichte kann schon lange zurückliegen und die Nostalgie wecken, oder sich erst in jüngster Vergangenheit ereignet haben, es spielt keine Rolle, denn es ist deine persönliche Juist-Geschichte.

Schick uns deine Juist-Anekdote

Schick uns deine Juist-Geschichte bis zum 15. Mai 2020 an marketing(at)juist.de, gerne auch mit Bildern  (Denkt daran, dass Bilder meist große Dateien sind. Wenn ihr viele Bilder schicken möchtet, dann nutzt bitte https://wetransfer.com/).

Als kleine Inspiration, wie deine Juist-Geschichte geschrieben sein könnte, fangen wir mit einer kurzen Juist-Erinnerung von Katharina an.

Früher, als es die Inselbahn noch gab

Ganz früher, das wüsste meine Oma besser als ich, gab es einen Anleger vor Juist, von dem aus die Inselbahn über eine heutzutage, würde es sie noch geben,  wohl verbotene Schienenkonstruktion auf Stelzen praktisch durch das Wasser Richtung Insel aufbrach. Was für ein Abenteuer! Ich erinnere mich vage an harte Holzbänke und Nordseewasser auf den Schienen. Und natürlich an den Empfang auf dem Inselbahnhof, der auch heute noch, wenn auch anderweitig genutzt, zu sehen ist. Dort saßen früher die bereits urlaubenden, wohl erholten und gebräunten Gäste auf der Mauer und schrien den Neuankömmlingen mitleidig entgegen: “Ohhhhh wiiiiiiie blaaaaaassss!”

Inselbahnhof-Begrüßung-Juist-Erinnerung

Heute ist das natürlich alles etwas anders. Heute gibt es einen vergleichsweise großen Hafen mit einem eigens ausgehobenen Hafenbecken. Die Inselbahn ist Schnee von gestern, doch neue Gäste werden bei Ankunft noch immer abgeholt und die, die schon wieder nach Hause müssen, werden gebührend verabschiedet. Wenigstens von den Kofferträgern, die die Hotels zum Schiff schicken. Denn, ach ja, Autos gibt es ja keine auf der längsten Insel der Nordsee. Nur Pferde und Fahrräder. Und der Arzt darf in Notfällen natürlich auch zum Auto greifen.

Hier gibts noch mehr über Juist von Katharina zu lesen.

Katharina war schon mit mir „Auf dem Deich“

Anna auf Juist

Anna auf Juist

Anna lebt und liebt Juist. Als neu Insulanerin entdeckt sie mit dir die Geheimnisse der Nordseeinsel. Lasst euch mit ihr vom Töwerland verzaubern.

Kommentare

  • Mein Sohn Felix war im Alter von 6 Jahren mit meinen Schwiegereltern vor den großen Sommerferien auf Juist. Sie hatten viel Spaß, doch Oma hatte Stress, wenn er am Café del mar den Weg von oben runter schnell mit dem Rad bis zur Kirche fuhr. Sie hatte keine Chance er wollte einfach nicht hören. Egal ob da Fußgänger unterwegs waren, er könnte ja drum herum fahren, eine Ausrede fand er immer. Nach einem verzweifelten Telefonanruf von ihr, habe ich mit ihm telefoniert und mitgeteilt , dass er von der Juister Polizei auf der Strecke mit dem Rad geblitzt wurde und wenn dies noch einmal vorkommen würde, er sein tolles rotes Rad sofort abgeben müsste. Dies wollte er jedoch nicht so recht glauben. Am folgenden Tag traf er durch Zufall einen Polizisten auf der Straße und fragte ihn, ob hier geblitzt wird. Der Mann antwortete zum Glück meiner mit „JA“. Von dem Tage an wurde das Rad auf dem Weg nur noch nach unten geschoben und in allen nachfolgenden Urlauben hat er allen Kindern erzählt was im passiert ist und es auf jeden Fall besser wäre das Rad zu schieben . Es war mir eine Freude dies von ihm zu hören. Das ging noch einige Jahre so.
    Zu seinem 18. Geburtstag letztes Jahr habe ich diese Geschichte noch einmal erzählt und er war felsenfest davon überzeugt dass es damals so war. Wir haben viel gelacht.

    • Moin Stefanie,

      was für eine herrliche Geschichte. Tatsächlich bekommen unsere Kutscher Punkte, wenn in Schrittbereichen schneller gefahren wird. Kaum zu glauben, oder?

      Liebe Grüße aus Juist

  • Meine schönste Zeit auf Juist war:

    Ich habe als Gemeindearbeiter gearbeitet und meine damaligen Freundin im Hotel. Und zu dieser Zeit wurde unser Sohn gezeugt.

  • Liebe Anna,
    wo wurden denn die Juist-Anekdoten veröffentlicht, die bis zum 15. Mai eingeschickt werden konnten?

    Ich selbst habe ein Kapitel meines Buches „Berührend schön – Juist … ein Reiselesebuch“ eingeschickt, welches im August auf den Markt kommt!

    Aus der Sicht der Urlauber wird das Inselgeschehen beschrieben. Das Alltägliche, das was sich seit Jahrzehnten nicht verändert hat und immer wieder Lust auf Wiederholung macht. Also genau das Thema!

    Liebe Grüsse nach Juist!

    • Moin Karin,

      wir veröffentlichen die Geschichten nach und nach hier im BLog. Welche Geschichten ausgewählt wurden und welche nicht, das weiß ich nicht.

      Ganz liebe Grüße

      Anna